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Vielstimmig oder einstimmig: Wer redet in Deutschland im Namen des Islam?

Gespräch mit Seyran Ates, Anwältin, Autorin, Imamin

Veranstaltungshinweis

 

Im April 2019 erhielt Seyran Ates, Berlinerin mit türkisch-kurdischen Wurzeln, vom Bund der Lutherstädte den Preis „Das unerschrockene Wort". Die gläubige Muslima kämpft für die Rechte muslimischer Frauen, gegen politisch-religiösen Extremismus und für einen liberalen Islam. Letzterem hat sie als Mitgründerin der liberalen Ibn Rushd-Goethe-Moschee in Berlin auch einen Ort geben – für alle am Islam interessierten Menschen. Dass Frauen und Männern dort gemeinsam beten ist in muslimischen Kreisen umstritten. Denn laut Ates herrscht in Deutschland der türkische Staatsislam und viele Imame haben ein gestörtes Verhältnis zu Religionsfreiheit, Gleichberechtigung und der Vielfalt von Lebensformen. Liberale Muslime seien in Deutschland heimatlos. Zu ähnlichen Ergebnissen kommt auch eine  repräsentative Studie: Von den ca.4,7 Millionen muslimische Menschen in Deutschland, ist nur jede/r fünfte Mitglied in einem Moscheeverein und weniger als ein Viertel der Muslime in Deutschland fühlt sich von den großen muslimischen Dachverbänden vertreten. Wie gehen muslimische Gemeinschaften mit dieser spannungsreichen Vielstimmigkeit um? Wie muss eine repräsentative Vertretung von Muslimen in Deutschland aussehen, die auch anerkanntes Gegenüber staatlicher Akteure sein kann? Impulsvortrag, moderiertes Gespräch und Publikumsdiskussion.


Freitag, 29. November, 19 Uhr

in sanctclara Mannheim, B5, 19 + mit Seyran Ates, Anwältin, Autorin, Imamin + Anmeldung unbedingt erforderlich unter https://bit.ly/2JKCYtN + Am Abend selbst können keine nicht-angemeldeten Teilnehmer*innen eingelassen werden + Eintritt 7 Euro, wird per zugesandter Rechnung eingezogen

Eine Veranstaltung des Ökumenischen Bildungszentrums sanctclara in Kooperation mit der Friedrich Naumann Stiftung, der  Reinhold Maier Stiftung und dem Verein Christliche Liberale e.V.

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