Pause

Bevor es zu spät ist

Was nach dem Missbrauchsskandal in der Kirche geschehen muss

„Es ist wie ein Weinen in der Welt, als ob der liebe Gott gestorben wäre.“ Diese Worte von Else Lasker-Schüler bezieht Wunibald Müller auf die augenblickliche Situation der katholischen Kirche mit Blick auf den Missbrauchsskandal. Zwar haben die Bischöfe endlich mit entsprechenden Regelungen den Schutz von Kindern und Jugendlichen höher gestellt als die Rücksichtnahme auf Institution oder Täter, doch weitergehende Konsequenzen sind nötig: Die Entkoppelung von Priesteramt und Zölibat, die Aufgabe der negativen Einstellung zu Homosexualität, v.a. auch bei Priesteramtskandidaten und die Überarbeitung der kirchlichen Morallehre. Diejenigen, die sich -noch- kirchlich engagieren, erwarten deutliche Veränderungen hin zu einer Realität der geteilten Macht und Verantwortung von Klerus und Gemeinde und eine Kirche auf Augenhöhe mit allen, v.a. auch mit Frauen. Nur gemeinsam können wir diese Krise bestehen – wenn es nicht gar schon zu spät dafür ist.


30. April, 19 Uhr

im kath. Gemeindezentrum St. Clara, MA-Seckenheim - Stengelstraße 4, mit Wunibald Müller, Autor, römisch-katholischer Theologe und psychologischer Psychotherapeut + eine Veranstaltung des Bildungswerks St. Aegidius

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