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Die großen Religionsphilosophen des 19. Jahrhunderts: Feuerbach, Kierkegaard, Marx und Nietzsche

Literaturkreis sanctclara

Feuerbachs These, dass Gott eine Projektion des Menschen sei, steht am Anfang einer Reihe von religionsphilosophischen Überlegungen, die den Weg zu heutigen Gottesbildern ebneten. Der Weg führt zu Marx, dessen Proklamation, Gott sei Opium für das Volk heftige Diskussionen auslöste und zu Kierkegaard, der eine konsequente Trennung von Kirche und Staat forderte. Beide Philosophen sind oft missverstanden worden. Ebenso Nietzsche, der ohne seine beiden Vorgänger in seiner Radikalität nicht denkbar wäre und dessen Ruf „Gott ist tot“ immer wieder als der Beginn des modernen Atheismus angesehen wird. Alle diese Denker reflektieren religiösen Glauben mit Maßstäben der Vernunft und sind die Vordenker unserer säkularen Epoche, in der paradoxerweise gerade Religionen einen zunehmend größer werdenden Einfluss auf politische Konflikte haben.

Im Seminar werden Kerntexte der vier Philosophen gelesen und diskutiert. Bei Interesse wird ein weiteres Seminar zur zeitgenössischen Religionsphilosophie im Sommer 2019 angeboten.


mittwochs 9., 16., 23., 30. Januar 2019, jeweils 9.30 bis 12 Uhr

in sanctclara, Mannheim, B5, 19 + mit Dr. Ulrike Mielke + Teilnahmebeitrag 40 Euro + Anmeldung erforderlich im Sekretariat

Ein Literaturkreis des Ökumenischen Bildungszentrums sanctclara, Mannheim

 

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